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Leseprobe Rubrik: Regionen

Drei Routen, zwei Quellen, ein Ziel

Auf dem Mulderadweg durch Mitteldeutschland

Vorbei an blumigen Auen und eindrucksvollen mittelalterlichen Kleinstädten schlängelt sich der einzigartige Mulderadweg an drei facettenreichen Flussarmen entlang. Wo Zeitzeugen der Industriekultur und mächtige Burgen und Schlösser thronen, liegen Radfreunden interessante Tourenabschnitte zu Füßen und machen die Entdeckungsreise durch Mitteldeutschland zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Das Erzgebirge erfahren
An der Freiberger Muldequelle in Moldava nahe der deutsch-tschechischen Grenze beginnt die Fahrt. Weite Wiesen und die sanft geschwungenen Bergrücken des Erzgebirges säumen den Weg. Ein erster Halt wird schon nach kurzer Zeit im Sächsischen Brauereimuseum in Rechenberg eingelegt, nach Belieben mit einer wohlschmeckenden Bierverkostung.
Nach der kurzen Erholung führt die Strecke durch urige Dörfer und mythische Wälder weiter in die Silberstadt Freiberg, wo die starke Verbundenheit zum Bergbau noch heute zu erleben ist. Hier finden Besichtigungen in 180 Metern Tiefe statt, die den Abbau von tausenden Tonnen Silber thematisieren. Nach einigen entspannten Kilometern, von saftigen Flussniederungen begleitet, grüßt die Stadt Döbeln mit ihrer historischen Pferdebahn, die als bedeutendes Transportmittel vor über 100 Jahren ihre Blütezeit erlebte. Auf dem letzten Abschnitt der Freiberger Mulde erhebt sich die imposante, fast 1.000-jährige Burg Mildenstein mit ihren wuchtigen Mauern über dem Tal.

Schlösser und Museen rund um Zwickau
Die zweite Muldequelle entspringt in Schöneck im Vogtland. Die Tour folgt der Zwickauer Mulde, dem längsten Muldezufluss. Unberührte Wälder prägen das Bild. Der Blauenthaler Wasserfall, mit etwa 30 Metern der größte Wasserfall Sachsens, tost hier über die Felsen. Den ersten Stopp markiert Zwickau. Sehenswertes, wie eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken Deutschlands oder das August Horch Museum mit seinen geschichtsträchtigen und revolutionären Automobilen, laden zum Verweilen ein. Auch ein Besuch des Schlosses Osterstein, das nach dem Stadtbrand von 1403 komplett neu errichtet werden musste, sollte nicht fehlen.
Wieder fest im Sattel sitzend, geht es am Rande bunter Muldeauen nach Colditz. Im Inneren des Schlosses offenbart sich dessen bewegte Vergangenheit. Am bekanntesten ist wohl die Nutzung als Gefangenenlager, die im Fluchtmuseum ausführlich erklärt wird. Nicht weit von hier, in Sermuth, vereinigen sich die Zwickauer und die Freiberger Mulde, und fließen als Vereinigte Mulde gemeinsam nach Norden. (Auszug)

INFO
Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
Koordinierungsstelle Mulderadweg
Augustusplatz 9
04109 Leipzig
Tel. 0341 7104372
mulderadweg@ltm-leipzig.de
www.mulderadweg.de

Foto: Alexander Klich/www.mulderadweg.de

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