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Leseprobe Rubrik: Kultur

SAXONY HOUSE

Fantastische Stimmung im SAXONY HOUSE in Vancouver bei den Olympischen Spielen 2010.

Die Sachsen verstehen es zu feiern. Wie schon vor vier Jahren, so prägten sie auch 2010 das Partyleben beim größten Wintersportereignis der Welt – den Olympischen Spielen im kanadischen Vancouver. Mit dem Sächsischen Haus im Vancouver Rowing Club trafen sie genau den Geschmack der zumeist jungen Gäste aus aller Herren Länder. Bis zu anderthalb Stunden Wartezeit nahmen diese in Kauf, um in den Club zu gelangen. Dort waren vor allem die sächsischen Spezialitäten begehrt. Bratwurst, Steaks, Krustenbraten, Kuchen, Kartoffelpuffer und Bier zählten zu den beliebtesten Speisen und Getränken.
In der VIP-Lounge gab sich Prominenz aus Sport und Gesellschaft die Klinke in die Hand. Skisprung-Legende Jens Weißflog jubelte über das Rodel-Gold von Tatjana Hüfner aus Oberwiesenthal, die sich später mit Medaille um den Hals im Sächsischen Haus feiern ließ. Gunda Niemann-Stirnemann, mehrfache Olympiasiegerin im Eisschnelllauf, Sylke Otto, Olympiasiegerin im Rennrodeln 2006, Skilangläufer Tom Reichelt und die einstige Eiskunstlauf-Königin Katarina Witt konnten ebenfalls begrüßt werden. Außerdem stattete ZDF-Sportstudio-Moderator Wolf-Dieter Poschmann den Sachsen einen Besuch ab.

Leseprobe Rubrik: Erzgebirge

In die Leder, fertig, los!

Heute wird das Arschleder zum Gaudisport umgebunden. Die Bergleute gelangten damit einst unter Tage.

Die Neudorfer können stolz sein. Jedes Jahr sind sie Gastgeber einer waschechten Weltmeisterschaft.
Immer an einem Sonntag Mitte Februar stehen die WM-Rennen im Kalender und ziehen gespannte Schaulustige an die Strecke. Mit lauten Anfeuerungsrufen verfolgen sie die dramatischen Ausscheidungsläufe, bis am Ende der Weltbeste feststeht – der Champion im Arschleder-Wettruscheln. Wetterabhängig ist die ganze Sache zwar, aber seit der ersten Veranstaltung vor zehn Jahren hat sich der Gaudisport sogar bis ins Ausland herumgesprochen.

Geschick ist gefragt
In akkurat gegrabene Schneerinnen stürzen sich die wagemutigen Teilnehmer – Beine voraus und auf dem umgebundenen Leder nach der richtigen Technik suchend. Wer blaue Flecken scheut, sollte sich einen Start gut überlegen, denn „zimperlich darf man hier nicht sein“, kann Gerhard Päßler, Vorsitzender des veranstaltenden Skivereins Sehmatal, versichern. Doch keine Angst, Spitzensportler sind bei diesem Rodelspaß nicht gefragt. Jeder, der will, kann sich direkt am Wettkampftag am Neudorfer Skilift einfinden; Einheimische genauso wie spontan entschlossene Urlauber. Gestartet wird in drei Altersklassen: Kinder von sechs bis zehn Jahren, Jugendliche von elf bis 15 Jahren und Erwachsene.
Mit der Zeit ist das Starterfeld so auf rund 70 Ruschler gewachsen, für die je ein weiches Leder zum Schutz des Allerwertesten bereitliegt. Die Technik ist recht einfach, Geschick dennoch gefragt. „Wer mal stecken bleibt, wird von den Helfern aber auch wieder angeschoben“, beruhigt Gerhard Päßler. Dann kann der Zug zum Ziel aber schon abgefahren sein, denn die Vorläufe werden zwischen vier Teilnehmern im K.-o.-System ausgetragen. Nur die beiden Rutschbesten schaffen es in die nächste Runde und haben die Chance, in den Kreis der Elite-Ruschler, ins Finale, zu gelangen.

Weltweit einzigartig
1999 war es, als Gernot Roscher von der Gästeinformation Sehmatal-Neudorf auf die Idee kam, erzgebirgische Tradition und Wintersport zu einem augenzwinkernden Rodelvergnügen zu verbinden. Einst rutschten die Bergleute im Silberbergbau auf Baumstämmen ins Bergwerk und schützten ihre Hosen mit eben jenem Arschleder. Heute werden die speziell für die Weltmeisterschaft angefertigten Rutschhilfen das Jahr über gut verwahrt und nur am Wettkampftag für die Teilnehmer ausgegeben. Als Souvenir für zu Hause ist noch keines der Leder verschwunden, denn die Helfer achten streng darauf, dass jeder ausgeschiedene Starter seines wieder abliefert. Vielleicht ist es auch dieser Umsicht zu verdanken, dass sich bis jetzt noch keine Nachahmer des Wettruschelns gefunden haben. „Die müssten von uns aber vielleicht erst mal eine Lizenz bekommen“, scherzt Skivereinschef Päßler.
Neugierige gibt es jedenfalls genug, selbst in Großbritannien wird über die skurrilen „Arschleder Sledding World Championships“ im kurz vor Oberwiesenthal gelegenen Sehmatal-Neudorf berichtet. Und damit das Interesse noch steigt, wünschen sich die Organisatoren für ihren Wettbewerb stets bestes Winterwetter. Dann können die vielen fleißigen Helfer am Tag vorher mit Augenmaß und aufwändiger Handarbeit perfekte Rutschrinnen in den erzgebirgischen Schnee zaubern.

Wintertraum im Erzgebirge
Das Erzgebirge, zu großen Teilen im Naturpark Erzgebirge/Vogtland gelegen, verwandelt sich alljährlich in ein Winterwunderland. Hier fühlen sich vor allem Skisportler wohl, die zu den zahlreichen präparierten Pisten, viele davon mit Fluchtlichtbeleuchtung und Beschneiung, pilgern. Dort stehen mehr als 70 Schlepp- und Sessellifte als Aufstiegshilfen zur Verfügung. Für Langläufer werden über 1.000 Kilometer Loipen im gesamten Erzgebirge gespurt – bekannt und beliebt ist besonders die 36 Kilometer lange Kammloipe zwischen Johanngeorgenstadt und Schöneck im Vogtland.
Neben dem weißen Winterkleid erstrahlt das Erzgebirge in der kalten Jahreszeit aber noch in einem anderen, wärmeren Licht. Auf den Straßen und aus den Fenstern leuchten Pyramidenkerzen, Schwibbögen, Bergmann und Engel. Hier ist die Heimat der echten erzgebirgischen Holzkunst, die der Adventszeit in den kleinen und größeren Orten eine unnachahmliche Atmosphäre verleiht. Museen und Schauvorführungen in Werkstätten der Region geben Einblick in das 300 Jahre alte Handwerk.

Leseprobe Rubrik: Erzgebirge

Fast wie in Kanada

Ein Gespräch mit Michael Scholz, dem Vorstandsvorsitzenden des Outdoor Team Westerzgebirge, über Schneeschuhtrekking und Eisklettern.

Skifahren, Rodeln, Winterwandern – all das sind bekannte Freizeitvergnügen, wenn eine dicke Schneeschicht die Landschaft bedeckt.
Warum dann nicht einmal etwas Neues wagen? Für Schneeschuhtrekking und Eisklettern begeistern sich die Mitglieder des Outdoor Teams Westerzgebirge aus Johanngeorgenstadt. Mit ihren Erlebnisangeboten stoßen sie bei Wintersportlern auf immer mehr Interesse. Der Vorstandsvorsitzende Michael Scholz erklärt im Interview, was es damit auf sich hat.

Für wen ist Schneeschuhtrekking geeignet und wie ist eine Tour aufgebaut?
Schneeschuhtrekking ist eine ganz angenehme Sache, auch für Ältere ideal oder für jemanden, der sich das Langlaufen nicht traut. Die Teilnehmer unserer geführten Wanderungen bekommen anfangs eine Einweisung, wie man mit Schneeschuhen läuft. Unterwegs sind wir dann mit GPS oder Kompass und Karte, wobei die Leute auch selbst navigieren können. Neben Touren zwischen zwei und fünf Stunden ist auch eine Biwak-Wanderung mit Übernachtung möglich. Dann gibt es ein Picknick im Wald und es ist schon überwältigend, wenn man früh aus dem Tipi kriecht und den Sonnenaufgang beobachtet.

Wo wird gewandert?
Die Touren führen uns zum Beispiel nach Tschechien, um die Talsperre Carlsfeld oder den Auersberg. Je nach Leistungsniveau der Gäste stellen wir die passende Route zusammen, allerdings nicht auf öffentlichen Wanderwegen, sondern querfeldein über unberührte Schneeflächen. Das ist eine irre Geschichte und hat manchmal schon einen Touch von Kanada.

Auch Eisklettern gehört zum Programm. In diesem Zusammenhang denkt man eigentlich eher an die Alpen. Wo wird man hier im Erzgebirge fündig?
Das Erzgebirge ist mit Felsen über 30 Meter sehr gut für Schnupperkurse im Natursportbereich geeignet und vor allem sind keine langen Anmarschwege nötig. Der Blauenthaler Wasserfall ist bequem mit dem Auto erreichbar, man verschwendet also keine Kondition durch Wanderungen hin und zurück. Je nachdem, wie sich das Eis aufbaut, kann hier ab Ende Dezember/Anfang Januar geklettert werden.

Muss man dafür Vorkenntnisse im Klettern haben?
Nein. Jeder, der es sich zutraut und Lust hat, kann Eisklettern ausprobieren. Der Wasserfall ist 25 bis 30 Meter hoch und besitzt eine gewisse Stufung. Daher können sich hier unter unserer qualifizierten Anleitung auch Anfänger versuchen. Außerdem ist die Gefahr von Eisschlag gering. Die Ausrüstung stellt unser Team, lediglich die eigenen Wanderschuhe oder Skistiefel und strapazierfähige Winterkleidung sollten die Teilnehmer dabeihaben. Auch hier gibt es natürlich vorher eine Einweisung mit Vorübungen zur Handhabung der Eisgeräte, zur Klettertechnik und Eisbeschaffenheit.
www.outdoorteam-westerzgebirge.de

 

Ferienland Westerzgebirge
Das Westerzgebirge inmitten der vier Gipfel Fichtelberg (1.215 m), Auersberg (1.019 m), Keilberg (1.244 m) und Plattenberg (1.043 m) zählt zu den schneesichersten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Hier verbindet der „1. Skibus im Ferienland Westerzgebirge“ täglich die beiden Wintersporthochburgen Sachsens, Kurort Oberwiesenthal und Johanngeorgenstadt, sowie das tschechische Städtchen Boží Dar. Gleichzeitig besteht Anschluss an die Linien der Erzgebirgsbahn.
Ein über 260 Kilometer langes, bestens präpariertes Loipennetz im Ferienland lässt das Herz eines jeden Langlauffreundes höher schlagen. „Skispaß sooo… lang“ lautet das Motto auf einer der schönsten Loipen Deutschlands, der 36 Kilometer langen Kammloipe vom erzgebirgischen Johanngeorgenstadt ins vogtländische Schöneck. 120 Kilometer Langlaufwege und damit das größte Skiwanderwegenetz Sachsens hat die Region Greifensteine zwischen den Orten Ehrenfriedersdorf, Geyer, Zwönitz und Grünhain-Beierfeld zu bieten. Die Höhenunterschiede sind ausgeglichen und dadurch von Jung und Alt zu meistern. Viel zu entdecken gibt es auch jenseits der Loipe. Kreativangebote, die besonders Familien zu schätzen wissen, reichen vom Räucherkerzenkneten bis zum Schleifen von Steinen.
Alpines Skivergnügen zwischen Oberwiesenthal und Johanngeorgenstadt zählt sicherlich zu den größten Wintererlebnissen in der Region. So können Skisportler wählen zwischen dem alpinen Zentrum Kurort Oberwiesenthal mit seinen insgesamt über 15 Kilometern Abfahrt oder den eher für Familien geeigneten beschaulichen Skihängen in und um Johanngeorgenstadt. Eines aber haben alle Skigebiete gemeinsam – nach der Abfahrt geht es mit einem Einkehrschwung in eine Après-Ski-Hütte, um einen erlebnisreichen Wintertag mit Freunden zünftig ausklingen zu lassen.

Leseprobe Rubrik: Service

Fotowettbewerb

Beteiligen Sie sich an unserem Fotowettbewerb. Es winken tolle Preise!

Sind Sie über Pisten gerast oder durch Loipen geglitten? Haben Sie bei einer Wanderung oder Pferdeschlittenfahrt die Natur genossen?

Lassen Sie uns an Ihren schönen Momenten teilhaben. Das Gewinnerfoto des Fotowettbewerbes wird in der nächsten Ausgabe, die im März 2011 erscheint, veröffentlicht.

Einsenden 

Bitte senden Sie Ihr schönstes Foto zum Thema "Mein Winterurlaub in Sachsen" entwickelt (glänzend) oder als Bilddaten auf CD/per E-Mail an:

Labhard Medien GmbH
Stichwort/Betreff: Fotowettbewerb "Winterurlaub in Sachsen"
Saalhausener Straße 51 b
01159 Dresden
sachsen@labhard.de

Mögliche Formate: TIFF und JPG, Auflösung 300 dpi
Einsendeschluss: 7. Januar 2011

Fügen Sie außerdem bitte eine Bildbeschreibung (was, wann, wo?) bei.

Das können Sie gewinnen:

  • drei Übernachtungen im Familienzimmer für zwei Erwachsene und zwei Kinder inklusive 1x freier Eintritt in Freizeitbad und Sauna im TRIXI-Park Großschönau
  • ein Wochenende für zwei Personen im Waldhotel "Stephanshöhe" in Schellerhau (Übernachtung und Frühstück)
  • zwei Tageskarten für die Badegärten Eibenstock sowie eine Skikarte für zwei Personen am Skilift Carlsfeld
  • eine 48-Stunden-Karte der ErzgebirgsCard für Erwachsene  

Leider kann keine Eingangsbestätigung über Ihre Einsendung erfolgen. Die Gewinner werden im Januar 2011 schriftlich benachrichtigt. Die Arbeiten können aus organisatorischen Gründen nicht zurückgeschickt werden.

Rechte und Pflichten

Alle eingereichten Arbeiten dürfen vom Veranstalter kostenlos für redaktionelle Berichterstattung im Rahmen des Wettbewerbes genutzt werden. Alle weiteren Nutzungen der Bilder werden nach Bedarf gesondert mit den Autoren geregelt. Der Teilnehmer versichert, dass er alleiniger Urheber der eingereichten Arbeiten ist, dass er über die Arbeiten frei verfügen darf und dass die Bilder frei von Rechten Dritter sind. Die Teilnehmer haben ebenso dafür einzustehen, dass abgebildete Personen oder die Inhaber der Rechte an abgebildeten Werken sowie die Urheber von Bildern, aus denen die zum Wettbewerb eingereichten Arbeiten durch eine Bearbeitung oder Umgestaltung entstanden sind, die Einwilligung zur Veröffentlichung und die Verwertung der Bilder einschließlich der publizistischen Auswertung im Rahmen des Wettbewerbes in nachweisbarer Form erteilt haben.

 

 

 

 

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